Der Leselust Podcast

Josef K. Pöllath

#20: Lion Feuchtwanger und sein Roman "Erfolg"

Der Roman schildert das gesellschaftliche Klima Anfang der 1920er-Jahre in München und den Aufstieg nationalsozialistischer und antidemokratischer Bewegungen, die Schwäche der Demokratie und die Rolle von Eliten, dargestellt am fiktiven Beispiel des vom Kultusminister abgelehnten Kunsthistorikers Martin Krüger.

13.04.2026 42 min

Zusammenfassung & Show Notes

Im Mittelpunkt steht der von Politikern verhasste Kunsthistoriker Martin Krüger, dem aufgrund eines fingierten Meineids der Prozess gemacht wird, der ins Gefängnis kommt und der damit aus dem Weg geräumt wird. Sein Fall zeigt, wie Justiz, Politik und Öffentlichkeit von konservativen und reaktionären Kräften beeinflusst werden. Krügers Freundin, Freunde und Unterstützer versuchen, seine Unschuld zu beweisen – stoßen jedoch auf ein System voller Intrigen, Opportunismus und Machtmissbrauch.
Parallel dazu schildert der Roman das gesellschaftliche Klima der Zeit: den Aufstieg des Nationalsozialismus, die Schwäche der Demokratie und die Rolle von Eliten. 
Feuchtwanger kritisiert mit dem Roman die politische und gesellschaftliche Entwicklung seiner Zeit und zeigt, wie Korruption, Ideologie und Machtstreben den Rechtsstaat untergraben – ein deutlicher Hinweis auf den heraufziehenden Nationalsozialismus.